Singende Saiten

Felix Forrer

Vorwort

Die sogenannten Flötenuhren oder Spieluhren wurden im frühen 18. Jahrhundert erfunden. Der wichtigste Erbauer dieser mechanischen Musikinstrumente war der Uhrenmacher Charles Clay, der 1740 starb. Anhand eines beweglichen Knopfes konnte eine beliebige Zeit mit der gewünschten Musik eingestellt werden.

Der Hofkomponist G. F. Händel hat für die Flötenuhren einige liebliche Stücke komponiert. Sie alle sind im Umfang von 2 Oktaven notiert (c` - c```), in C- dur oder in a- moll. In der 1. Sammlung (Nr. 1 - 8) befinden sich 2 Solo-Stücke (Sonata & Prélude), die übrigen Stücke sind zweistimmig komponiert. Die 2. Sammlung (Nr. 9 - 18) beinhaltet vor allem beliebte Melodien aus Händels Opern. Dies verlaubte dem adeligen Besitzer, sich mit seiner Lieblingsmelodie wecken zu lassen.

Diese Ausgabe enthält alle Flötenuhrenstücke von Händel, chronologisch geordnet: Es sind 2 Solo-Stücke und 16 Duette für 2 Instrumente, die nicht von grossen Meistern mit Duetten verwöhnt wurden: 2 Celli oder 2 Violen

Um ein wenig Abwechslung zu schaffen, wurden verschiedene "günstige" Tonarten ausgesucht (nicht nur C-dur und a- moll). In der 1. Sammlung sind die Stücke auf beiden Instrumenten in der 1. Lage spielbar. Die 2. Sammlung benötigt auf der Viola 3 Lagen und auf dem Cello 4 Lagen.

Einige Phrasierungen wurden dem Stil entsprechend beigefügt. Fingersätze und Stricharten, auch die Dynamik sind dem Spieler überlassen. Da die Tonarten sich bei den Instrumenten entsprechen, können die Stücke auch als Viola/Cello-Duet gespielt werden (dies benötigt natürlich 2 Hefte). Einige Melodien eigenen sich ausgezeichnet für Cello und Kontrabass.

In der Hoffnung, bei der Duett-Literatur einen wertvollen Beitrag leiste zu können, wünsche ich viel Vergnügen mit diesen Perlen der Musik!

Felix Forrer

Preis: CH 30.00

Zwei weitere Flötenuhrstücke

Sonata con Gavotta

für 2 Violinen/2 Flöten

oder für 2 Violen 

oder für 2 Celli

Preis: je CHF 20.00